Forschung zu Rhetorik, Lampenfieber & Charisma

Jane Bormeister Forschung

Jane Bormeister erforscht und entwickelt das Trainingsprogramm KÖRPERBEWUSSTSEIN, EMOTIONEN & RHETORIK an der Europa Universität Viadrina (Frankfurt / Oder) in Zusammenarbeit mit der Spiraldynamik® Akademie Zürich, Autonom Health Gesundheitsbildungs GmbH Wien.

Wir entwickeln und evaluieren das Trainingskonzept KÖRPERBEWUSSTSEIN, EMOTIONEN & RHETORIK. Nach zwei Tagen Training fühlen Sie sich selbstbewusster und überzeugen stärker rhetorisch.

Und wenn Sie jetzt neugierig sind und wissen möchten, was passiert in diesem Training? Die ersten Umfragen unserer Studienteilnehmer liegen vor! Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick. Wir haben den Studienteilnehmern vier Fragen gestellt:

1. Was hat sich durch das Training KÖRPERBEWUSSTSEIN, EMOTIONEN & RHETORIK bei Ihnen verändert?

„“Die Sensibilisierung auf alle Bereiche: auf die Stimme, Körperhaltung vor allem. Also das nehme ich ganz stark mit. Die Einleitung, der Ablauf eines mündlichen Vortrags. Die Sensibilisierung: um was geht es wirklich? Emotionen. Untertöne.“

„Die Stimmtraining-Übungen haben mir mehr Sicherheit gegeben. Insofern, dass ich weiß, wenn ich mehr Emotionen gebe, bleibt die Stimme unten. Diese Übungen haben mir Sicherheit gegeben. Es war wirklich lustvoll. Und ich bin mit großer Freude hingegangen. Es waren so lustige Situationen. Das hat mich entspannt.

„Das ich im Moment auf andere Dinge ganz bewusst achte: auf Pausen. Ich beobachte meine Gestik. Ich war der Meinung, dass ich immer gute Gestik gemacht habe. Und jetzt gucke ich, ob ich mal andere Formen von Gesten mache. Ich beobachte mich jetzt wieder genauer. Das hat sich stärker verändert.“

Ich habe mehr Plan. Ich habe einen schlüssigeren Aufbau. Ich stelle mir in erster Linie die Frage, was will ich denn überhaupt transportieren. Was ist denn für meine Zuhörer jetzt wichtig. Also, es war mir nicht so bewusst. Und das war für mich wirkliche eine neue Erkenntnis, zu sagen: mach es noch einfacher. Brich es auf das Wesentliche herunter.
Ich bin auch eher ein bisschen chaotisch in meinem Wesen; von dem her hat mir die Struktur, die Fragen zu beantworten, wie ich so etwas aufbauen kann, absolut geholfen.
Und jetzt kann ich anders, strukturierter an so einen Vortrag rangehen. Viel mehr auf das Wesentliche zentrieren und mich immer wieder fragen: was wollen die denn von mir und was ist für sie wichtig und was können sie sich Wertvolles mitnehmen. Es muss einfach sein von der Art.“

„Das Flirten mit dem Publikum. Das habe ich vorher gar nicht gemacht. Da war ich viel zu sehr bei mir. Und das hat sich schon verbessert, aber da ist noch eine Menge Luft nach oben.“

Es war spürbar für mich: ich war ruhiger. Auch mit dem Atmen. Ein paar Tricks habe ich geschafft anzuwenden. Von der Geschwindigkeit war es nicht optimal, aber ich habe mich erinnert und auch langsamer für meine Verhältnisse gesprochen. Auch mit den Pausen ist auf jeden Fall was hängengeblieben. Auch der Einstieg: das stehen. Das Ankommen. Auch inhaltlich habe ich einige Sachen reingenommen.“

2. Welche rhetorischen Fähigkeiten haben sich Ihrer Meinung nach bei Ihnen verbessert?

Ich habe mich bemüht, ganz gerade, aufrecht zu halten ohne in eine Schieflage des Beckens zu kommen. Weil das schwächt irgendwie. Ich bin da und das ist okay. Ich brauche etwas Bewegung, wobei die anderen das nicht so brauchen. Jeder steht ja wieder anders. In sich ruhend oder so. Und bei mir war klar, ich brauche noch irgendeine seitliche Bewegung. Flipchart war optimal für mich. Ich habe das Gefühl, alles war sehr hilfreich. „Schlopp-Sopp. Sprechtraining war neu. Das machte Spaß. Auch zu schauen, wo gehen meine Hände hin. Ich kann ganz vieles mitnehmen. Das Spontane das hat funktioniert.“

„Ganz klar: am Ende kommen immer noch Fragen. Das ist immer der Moment, wo ich die Luft anhalte. Aus Respekt, dass ich die Frage nicht beantworten kann. Und wir haben Statement-Übungen gemacht. Und ich wusste, ich habe eine Strategie, zu antworten.“

Stimme, Atmung, Modulation, Blickkontakt, Kontakt mit dem Publikum, Pausen, Aufbau und Bezug, also Nutzen für den Zuschauer. Gestik ganz stark. Kombination bewegen und sprechen. Das hat mir sehr weiter geholfen.“

„Grundsätzlich werde ich mehr mit Pausen arbeiten.“

„Atemübung finde ich große Klasse. Die ich natürlich im Vortrag nicht so direkt ausüben kann. Weil ich ja da rede, da kann ich mich nicht darauf konzentrieren, tief zu atmen. Aber als Einstimmung, als Vorbereitung ist das sehr hilfreich. Und generell in vielen anderen Situationen im Leben. Auch obwohl es jetzt bei mir keine starken Störungen gab, wie Zwischenrufe, habe ich jetzt das Handwerkszeug, auf solche Störungen einzugehen. Das habe ich jetzt nicht gebraucht, aber es war kurz davor.“

3. Welche Trainingselemente waren besonders hilfreich?

„Alle. Es waren alles Aha-Erlebnisse. Es geht um ganz viel, dass es einem bewusst wird. Und auch dieses Feedback, wie das wirkt und wie das ausschaut. Das ist so hilfreich. Ich habe sehr viel über mich selber gelernt. Es ist sehr sehr wertvoll.“

Das Zentrieren, das Atmen, der stumme Stand. Zäsur. Pause. Stimme und Bewegung.

„Atmung müsste bei mir noch stärker verankert werden. Unterkieferlockerung, bessere Artikulation, Zwerchfellatmung, damit die Power besser rüberkommt.“

„Atemtechnik würde ich gern in einer realen Situation ausprobieren. Ich habe wieder kleine Werkzeugteilchen mitbekommen und werde sie sicherlich beim nächsten mal umsetzen.“

Die innere Ruhe. Und da war ein Satz „Ich erzähle Ihnen nur etwas“. Und dieser Satz ist mir geblieben und hat auch mich begleitet: Ja, ich gehe hin und erzähle Ihnen nur etwas. Das hat Entlastung gegeben.“

4. Hat sich Ihre Einstellung zum Halten von Vorträgen durch dieses Training verändert? Wenn ja, inwiefern?

„Es ist einfach weniger Angst und mehr Freude. Und das ist das Entscheidende. Es soll mir Spaß machen. Ich tue es ja gern, ich habe das Gefühl, ich kann etwas wirklich Wertvolles weitergeben und wenn es dann scheitert, weil ich so nervös bin, dass ich es nicht gescheit rüberbringe, ist es schade.“

„Ich bin kein professioneller Redner. Für mich ist es ein guter Fortschritt. Es ist mehr Spaß. Das, was ich mitnehme sind Hilfsmittel und Fähigkeiten, die mir noch mehr Spaß am Reden machen. Ich habe Spaß am Reden und jetzt auch das Know-how dafür.

„Ja, sicher. Ich fühle mich grundsätzlich sicherer. Besser. Ich habe jetzt stärkere Leitplanken, die mich nicht mehr so aus der Bahn werfen lassen. Und fand es sehr wertvoll, dass ehrliches, wenngleich auch hartes Feedback kam. Aber das ist auch das, was wir brauchen, wenn wir das nicht bekommen, tappen wir ewig im Dunkeln und wissen nicht, woran es liegt. Und bei mir ist es dieser Flirtaspekt, der wichtig ist. Auf den ich nie allein gekommen wäre.“

„“Doch, ganz sicher. Dass ich mich bewusster positioniere im Raum. Wo fühle ich mich wohl. Wie stehe ich da. Und vor allem den Inhalt zu überprüfen: um was geht es wirklich. Das Ziel noch mal rauszukitzeln. Bei mir selbst und dann natürlich als Ziel für die Zuhörer.“

„Auf jeden Fall! Weil ich ja immer wieder Ausreden finde, warum ich keine Zeit habe, wenn ich angefragt werde. Jetzt habe ich erkannt, es ist ein Basistalent da, sonst würde ich ja nicht eingeladen werden. Vielleicht kann ich ja auch etwas damit entwickeln. Es braucht diesen Mut. Und das mir wirklich Sicherheit gegeben.“

„Es ist so eine ganz feine Geschichte: nur schon dass ich sage, wer ich bin. Mein Name ist… Da bin ich früher, glaube ich, immer ein bisschen schneller drüber. Und jetzt stehe ich da und sage: das bin jetzt ich. Und dann, dass ich die Leute abhole, dass ich sie wie einladen kann. Und was ich sonst auch eigentlich nicht so mache, ist ein Appell am Schluss. So eine Art: nehmen Sie doch das mit oder bauen Sie es ein – in diese Richtung.“

Ja. Der Redespaß. Sich das noch mal bewusst machen. Das man ja über etwas redet, worüber man auch gern redet, weil man es ja auch weiß und weil es einem wichtig ist. Das nicht dieses „Ich muss jetzt diesen Vortrag halten“, sondern es macht ja Spaß, sonst würde man sich ja gar nicht da hinstellen. Und dann lässt man sich von dem ersten Lampenfieber ablenken. Ganz häufig eine halbe Stunde vorher denkt man „ich will es lieber doch nicht machen; es wäre gut, wenn ich es nicht machen müsste“. Und danach steht man da und sagt: eigentlich ist es gut. Und das könnte man jetzt schon mal von hinten nach vorne transportieren und sagen: „ich könnte mich schon mal vor dem Vortrag gut fühlen.